ein mann zu viel

ein mann zu viel

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zu viel

Leichte Lektüren Deutsch als Fremdsprache in drei Stufen Ein Mann zu viel Stufe 1

Die Hauptpersonen dieser Geschichte sind:

Dieses Werk folgt der neuen Rechtschreibung entsprechend den amtlichen Richtlinien.

© 1991 by Langenscheidt KG, Berlin und München Druck: Druckhaus Langenscheidt, Berlin Printed in Gerrnany

Helmut Müller, Privatdetektiv, schmiedet einen gefahrli- chen Plan, um zwei Drogenhändler festzunehmen. Bea Braun, seine Mitarbeiterin, findet die erste Spur auf ei- nem Foto. Werner Hofinger, Journalist und Werbefotograf, ist gera- de in Berlin und möchte eine Reportage über die Filmfest- spiele machen. Petra Weiser, eine gemeinsame Bekannte von Helmut Müller und Werner Hofinger. Kommissar Schweitzer, arbeitet mit Helmut Müller zu- sammen, um den Fall zu lösen. Gläser-Peter, ein gefährlicher Mann, der vor kurzem aus dem Gefängis ausgebrochen ist. Antonio Ferucci, Drogenhändler, wird von Interpol in ganz Europa gesucht.

Hansen - Meier - Schmidt - Müller! Büro Müller! - Der junge Mann klingelt, geht in das Haus. Zweiter Stock. Eine Tür ist offen, ein Schild „Büro Müller". Er geht rein, ein schmaler Flur, am Ende ein Schreibtisch, dahinter eine junge Frau, Mitte zwanzig, langes braunes

Haar. Es ist Bea Braun, die Sekretärin von Helmut Müller, Privatdetektiv. „Guten Tag, ist Herr Müller da, bitte?" ,,Einen Moment, bitte, wie ist Ihr Name?" „Hofinger. Herr Müller wartet auf mich." Bea Braun geht in ein anderes Zimmer. Nach einer Minu- te kommt sie zurück, zusammen mit dem Privatdetektiv: ein Mann um die vierzig, dunkle Haare, freundliche ruhige Augen, ein rundes, etwas trauriges Gesicht, eine ebenso runde und traurige Figur. „Sie sind also Herr Hofinger! Freut mich!"

„Ja, richtig! Guten Tag, Herr Müller." „Kommen Sie in mein Büro. Möchten Sie einen Kaffee'?"

„Ja, gern."

„Mit Milch und Zucker?" „Nur mit Milch, bitte."

Sie gehen in das Büro von Müller und setzen sich an einen Tisch. „Also, Herr Hofinger, ich für Sie tun?"

„Tja, also, eine Sie auch gut kennen, meint, Sie sind ein guter Privatdetektiv." „Ach so? Und wer ist die Freundin?" ,,Petra Weiser." „Ah, ja. Die kenn ich gut, sehr gut sogar." "Freut mich. Also, ich bin gerade in Berlin, um eine Reportage über die Filmfestspiele2 zu machen." „Aha, Sje sind Journalist?"

„Na ja, mehr oder weniger. Ich mache Fotos und Artikel für einige Zeitschriften, arbeite aber auch in der Wer- - bung." „Ach, Sie sind also gar nicht aus Berlin?" ,,Nein, ich komme aus Hamburg, muss aber viel reisen. Jedenfalls, gestern bekam ich diesen Zettel. Hier bitte!" ger legt den Hörer auf. Er ist nervös.

„Es war Petra. Jemand war in der Wohnung und hat alle Kameras und Fotos mitgenommen."

„Wie? Ich verstehe nicht, welche Fotos?"

„Meine Berliner Fotos. Von den Filmfestspielen, vom Ku-Damm3, vom Bahnhof Zoo(4), von Kreuzberg(5).. Kin- der, Leute, Spaziergänger, ganz normale Fotos. Eine

„Gibt es noch mehr Fotos?"

„Ja, die sind im Fotolabor ,Blitz ."

„Und wann sind sie fertig?"

„Heute Nachmittag."

„Gut." Detektiv Müller steht auf, gibt Herrn Hofinger die Hand.

„Donnerwetter, woher haben Sie den Zettel?" „Er war im Briefkasten von Petra Weiser."

„Und dass Sie dort wohnen?"

,,Keine Ahnung!"

Bea Braun kommt ins Zimmer.

Hosen und Hemden und alles"

„Chef, Telefon für Herrn Hofinger." Hofinger geht ans Telefon, es ist Petra Weiser. „Werner, jemand war in der Wohnung, es ist alles durch- einander, Papiere auf dem Fußboden, der Schrank ist auf, „Ist etwas weg?", fragt Hofinger.

„Ja, alle Fotoapparate und alle Fotos von deiner Repor- tage!" „Oh Gott, Petra, bleib ruhig, ich sage es Herrn Müller!"

„Ja, danke, ich weiß nichtdas ist alles wie im Film."

„Kommen Sie heute Nachmittag gegen fünf wieder hier- her. Meine Sekretärin holt die Fotos. Beruhigen Sie sich erst mal, trinken Sie einen Kaffee."

Müller lächelt. „Ja, wie in einem schlechten Fernseh- film."

Werner Hofinger geht aus dem Büro, steht im Zimmer der Sekretärin. „Was ist los? Ist etwas nicht in Ordnung?", fragt Bea.

„Nichts, nichts. Danke. Ich bin ein bisschen nervös." „Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Müller ist ein wun- derbarer Detektiv ..."

„Ich weiß, ich weiß." „Soll ich ein Taxi rufen?"

„Nein danke, ich geh lieber ein bisschen spazieren. Ich brauche etwas Ruhe. Ich bin ja um fünf wieder hier!" „Bis später also", sagt Bea. Dieser Herr Hofinger gefallt ihr. Sie mag seine blauen Augen und seine Hände. ,Künst- lerhände', denkt Bea.

Werner Hofinger ist weg. Helmut Müller kommt in das Zimmer von Bea. Sie träumt.

„Was ist denn mit Ihnen los?" ,,So schöne Augen. Ein toller Mann." „Also, Bea", sagt Müller ernst und ein bisschen un- freundlich, denn er hat keine blauen Augen und ist auch nicht besonders hübsch. „Es ist mir egal, ob Herr Hofinger schön ist oder blaue Au- gen hat. Er ist ein Klient, ein Klient mit Problemen. Außerdem ist er ein Freund einer guten Freundin. Er wohnt bei ihr in Berlin, wenn Sie verstehen! Können Sie mir jetzt einen Moment helfen?"

,Zu dumm', denkt Bea. ,Immer wenn mir ein Mann ge- fällt, ist er entweder verheiratet oder er hat eine Freundin.' Sie nimmt einen Bleistift und ein Heft und geht zu ihrem Chef.

Werner Hofinger geht in eine Konditorei. Dort gibt es auch Kaffee. Jetzt sitzen nur alte Damen hier und essen Erdbeertorte mit Sahne, mit viel Sahne. Er trinkt einen

ganze Arbeit für die Reportage der Zettel

Kaffee, dann geht er zu Petra Weiser. Sie ist nicht da. In der Wohnung ist alles chaotisch. Er räumt ein bisschen auf. Die Bücher kommen in das Regal, die Kleider in den Schrank, er sammelt Schallplatten ein. Er hat keine Lust, weiter aufzuräumen. Die Fotos weg, die Kameras weg, die

„Hallo, Werner, wie geht's?" Petra ist zurückgekommen. „Wie war's bei Helmut Müller?"

„Gut, gut. Ich habe alles erklärt und er war sehr nett. Um fünf gehe ich zu ihm, seine Sekretärin holt die Fotos."

„Welche Fotos?" „Die Fotos von gestern sind im Fotolabor. Um fünf Uhr sind sie fertig." „Prima, ich komme mit, aber jetzt gehen wir essen, ein- verstanden?"

Sie essen bei „Hardtke", einer Kneipe in der Nähe vom Ku-Damm. Dort gibt es Berliner Schlachtplatte6. Immer, wenn Werner zu Besuch in Berlin ist, geht er mit Petra zu Hardtke. Zum Essen gibt's eine Berliner Weiße, eine Art Weißbier7, wie man es sonst nur in Bayern trinkt. Nach dem Essen gehen sie zu Müller.

kann nichts Besonderes finden"

„Also, ich sehe nichts Besonderes", sagt Petra. Helmut Müller nimmt die Fotos, schaut sie noch mal an. „Sie sind ein guter Fotograf, sehr gut, sehr gut, aber ich „Chef, schauen Sie, hier, auf dem Foto da hinten, zwei Männer, sehen Sie?"

„Ja, und?" „Ich glaube, der eine gibt dem anderen etwas, irgendet- was. Außerdem glaube ich, ich kenne die Männer." „Was?"

hen"

„Ja, aber sie sind so klein, man kann es nicht genau se- „Wenn Sie wollen", sagt Hofinger, ,,kann ich sie ver- größern lassen." Müller überlegt einen Moment. „Eine gute Idee, aber das machen wir selbst. Man kann Ihnen folgen."

„Ich weiß nicht, ich weiß nicht, vielleicht"

„Na, Chef, glauben Sie, wir haben eine Spur?", fragt Bea.

Am nächsten Tag sind die Vergrößerungen fertig. Hel- mut Müller hat jetzt auch das Gefühl, er hat die beiden Männer schon einmal gesehen. Aber er ist sich nicht si- cher. ,,Bea, kennen Sie diesen Mann hier?", fragt er und zeigt auf einen der beiden. „Den nicht, Chef, aber den anderen, glaube ich, der vom anderen das Päckchen bekommt."

„Wer ist es?" „Der Gläser-Peter."

„Was? Kann nicht sein, der ist doch im Gefängnis!"

„Im Gefängnis? Lesen Sie keine Zeitung, Chef? Der ist doch ausgebrochen !"

In diesem Moment klingelt es an der Tür. Bea macht auf. Es sind Werner Hofinger und Petra Weiser. Petra Weiser sieht, wie Müller mit ernstem Gesicht ein Foto anschaut. „Was ist los?", fragt sie, ein bisschen besorgt, denn sie kennt Helmut schon lange und hat ihn noch nie mit so ei- nem ernsten Gesicht gesehen.

„Der Mann auf dem Foto ist der Gläser-Peter." „Was? Wer?" Petra kann es nicht glauben.

Müller, Bea und Petra schauen zu Werner Hofinger. ,,Gläser-Peter sucht Sie. Er ist ein gefährlicher Mann!" „Und was soll ich tun?", fragt Hofinger.

„Wegfahren', sagt der Detektiv. „Fahren Sie für einige Ta- ge mit Petra weg." „Chef, ich weiß nicht, ich glaube, das ist keine gute Idee."

„Warum nicht?"

„Man kann Ihnen folgenauf der Autobahn . .."

„Stimmt. Es ist besser, Sie bleiben in Berlin."

Alle sind nervös. Nach einigen Minuten sagt Hofinger: „So ein Pech, da komme ich nach Berlin, will Fotos von den Filmfestspielen und den Berlinern machen, und was passiert? Ich fotografiere einen Gangster!" „Nur ruhig", sagt Müller. „Am besten geht ihr jetzt nach

Hause. Bea bestellt euch ein Taxi. Wenn etwas ist, ruf mich an, Petra. Du hast doch meine Nummer?"

„Dieselbe wie früher?"

„Nein', sagt Müller etwas traurig. „Ich lebe nicht mehr mit Karin zusammen, wir haben uns getrennt. Ich wohne jetzt in Wilmersdorf (8), in der Neuen-Kant-Straße. Meine Nummer ist zwei - zwei - vier - drei - sieben - fünf." „Zwei - zwei - vier - drei - sieben - fünf', wiederholt Petra und schreibt die Nummer auf. „In Ordnung. Wenn es ein Problem gibt, rufen wir dich an. Danke, Helmut, vielen Dank." „Schon gut, schon gut."

Petra und Werner nehmen ein Taxi. Der Fahrer ist ein jun- ger Student. Er verdient sich sein Studium als Taxifahrer - wie viele andere Studenten. Es geht nur langsam voran, die Straßen sind voller Autos. Jetzt, gegen sechs Uhr, ist es am schlimmsten, es ist Büroschluss9 und alle Leute fah- ren nach Hause. Endlich sind sie wieder vor dem Haus von Petra. „Achtzehn sechzig", sagt der Fahrer. Werner gibt ihm ei- nen Zwanzigmarkschein.

„Stimmt so."(10)'

Sie steigen aus und schauen nach links und rechts. Sie glauben, dass niemand ihnen folgt oder sie beobachtet. Schnell gehen sie in das Haus. Petra öffnet den Brief- kasten - nichts. In der Wohnung ist immer noch Chaos. Werner geht ins Wohnzimmer und legt eine Platte von Udo Lindenberg" auf, „Ud0 und das Panikorchester". „Warum ist das Foto bloß so wichtig für den Gläser- Peter?" „Keine Ahnung, Petra, ich habe wirklich keine Ah- nung!"

Am nächsten Morgen um 10 Uhr klingelt es an der Tür. Werner und Petra sind beim Berliner Schrip- pen mit Butter und Marmelade, dazu Kaffee. Petra steht auf und geht zur Tür: „Wer ist da?", fragt sie, ohne zu öffnen.

„Ich bin's, Helmut Müller." Petra öffnet die Tür. „Guten Morgen. Hast du schon ge- frühstückt?"

„Guten Morgen. Ja, danke." „Möchtest du eine Tasse Kaffee?" ,,Danke, gern."

,,Ach, es geht schonSagen Sie mal, haben Sie eine Idee,

Helmut Müller setzt sich zu Werner Hofinger an den Tisch. „Na, wie geht's heute Morgen?" warum das Foto so wichtig ist für Gläser-Peter? Petra und ich finden keine Lösung." „Ich glaube schon, dass ich es weiß. Auf dem Foto nimmt Gläser-Peter ein Päckchen. Ein Mann gibt es ihm. Was ist wohl drin?"

„Vielleicht Heroin?" „Genau. Und der Mann, der dem Gläser-Peter das

Päckchen gibt, ist der Besitzer. Gläser-Peter ist der Ver- käufer, der andere Mann ist aber wichtiger; er ist der Großhändler." „Oh Mann", sagt Werner, „ich will eine Reportage über die Berliner machen und was mache ich? Eine Reportage über Heroinhandel !"

Werner Hofinger arbeitet schon lange als Journalist und Fotograf. Er hat viele Länder besucht, hat viele Menschen kennen gelernt und hat nie große Angst gehabt. Heute aber fühlt er sich nicht gut. Heute hat er Angst. „Ja, Werner, du hast ein Foto von zwei Heroinhändlern gemacht. Der eine ist bekannt, er war im Gefängnis. Der andere ist bis jetzt unbekannt. Aber durch dein Foto kann die Polizei ihn erkennen und ihn auch ins Gefängnis brin- gen. Aber das Problem ist, er geht bestimmt nicht frei- willig." „Genau", sagt Helmut Müller. „Jetzt ist auch klar, wie al- les passiert ist. Werner Hofinger macht seine Fotos von den Menschen auf dem Ku-Damm. Es gibt sehr, sehr vie- le Menschen dort. Mitten unter den Menschen ist der Un- bekannte mit Gläser-Peter. Einer von beiden sieht, wie Werner fotografiert. Er oder beide folgen Hofinger bis zur Wohnung von Petra. Am nächsten Tag gehen sie in die Wohnung und rauben Kameras und Filme."

„Aber", sagt Petra, „aber ..."

„Sie merken, dass das Foto von ihnen fehlt, denn dieses Foto war im Fotolabor ,Blitz'."

Hofinger sieht Müller und Petra an und fragt nervös: „Also? Was soll ich machen?"

Müller hat einen Plan. „Ich muss wissen, wer der andere Mann ist. Dazu brauche ich Sie, Herr Hofinger. Sie arbeiten einfach an der Repor- tage weiter. Gläser-Peter und der Unbekannte folgen Ih- nen und wir folgen den beiden." „Na hör mal, das ist doch sehr gefährlich!", sagt Petra. Müller nickt mit dem Kopf: „Ja, das stimmt. Wir müssen die Polizei informieren." „Die Polizei?"

„Natürlich, das ist besser so."

Am Montag trifft Helmut Müller den Kommissar Schweitzer. Kommissar Schweitzer ist klein, hat eine Glatze, eine dicke Brille auf einer dicken Nase und dün- ne, schmale Lippen. Er hat immer schlechte Laune. Im- mer! Seine Kollegen sagen, er hat immer schlechte Lau- ne, weil er immer noch nicht Hauptkommissar ist. Müller und Schweitzer sind nicht sehr befreundet, arbeiten aber oft zusammen. „Tag, Herr Schweitzer, wie geht's?"

„Danke, was gibt es denn?" ,,Darf ich mich setzen'!" „Bitte. Also, was ist los?"

„Sie suchen doch den Gläser-Peter, stimmt's?"

„Na und?"

„Ich kann Ihnen helfen, wenn Sie wollen. Aber dann müs- sen Sie mir auch helfen." „Quatsch."

„Moment, Herr Müller, einen Moment, bitteSetzen Sie

„Na gut, dann nicht." Müller steht auf und geht zur Tür. sich wieder."

Müller lächelt und setzt sich wieder. „Was wissen Sie vom Gläser-Peter?", fragt der Kom- missar. „Sie helfen mir also?"

„Ja." „Ehrlich?"

„Ehrlich."

„Ich habe einen Klienten, der gerade eine Reportage über Berlin und die Berliner Filmfestspiele macht. Eines Ta- ges bekommt er einen Drohbrief. Am Tag darauf raubt man ihm seine Kameras und Filme. Er kommt zu mir und schließlich wissen wir den Grund: Auf einem Foto ist Gläser-Peter und ein anderer Mann mit einem Päckchen."

„Also bitte, Herr SchweitzerWas ist wohl in dem

„Mit einem Päckchen?" Päckchen? Drogen! Heroin! Die Männer wissen, dass mein Klient ein Foto von ihnen gemacht hat und versu- chen jetzt, meinen Klienten zu töten."

„Und wer ist der andere Mann?" „Ich weiß es nicht, aber Sie können es wissen. Hier ist das

„Hm, also,nein, ich kenne ihn auch nicht. Aber viel-

Foto." leicht finden wir ihn im Archiv." Schweitzer ruft im Archiv an. Ein Mann kommt und holt das Foto.

„Also, Müller, was haben Sie für einen Plan? Sie haben doch einen Plan, nicht wahr?" „Na klar. Ich finde, mein Klient macht einfach weiter mit seiner Reportage. Die beiden Heroinhändler verfolgen ihn und wir verfolgen die Heroinhändler." „Ach, du liebe Liese!" Schweitzer sagt oft „ach, du liebe Liese". Helmut Müller hat oft überlegt, ob Frau Schweit- Zer vielleicht Liese heißt, aber er weiß es bis heute nicht. „Sie sind also einverstanden, Herr Schweitzer?"

„Na klar, ein gefährlicher Plan. Aber gut, sehr gut."

Es ist Dienstag früh. Helmut Müller ist im Büro und liest den Bea Braun, seine Sekretärin, öffnet die Tür. „Chef, hier ist Kommissar Schweitzer."

„Na so was", sagt Müller. „Kommen Sie rein, Herr Kom- . missar. Möchten Sie einen Kaffee? Frau Braun, machen

Sie mir auch gleich einen? Danke schön." Der Kommissar setzt sich, wie immer hat er schlechte Laune. Seine Lippen sind noch schmaler als sonst. Seine Glatze glänzt. Kommissar Schweitzer schwitzt.

„Hören Sie, Müller. Wir wissen, wer der andere Mann ist. Er heißt Antonio Ferucci und kommt aus Italien. In ganz

Europa wird er gesucht. Bei Interpol steht er ganz oben auf der Liste." . „Oh Mann, armer Werner Hofinger!"

„Ja, ja, ich weiß. Aber wir finden ihn bestimmt."

Dienstagnachmittag um 16 Uhr beginnt die „Operation Ferucci". Werner Hofinger verlässt die Wohnung von Pe- tra, geht auf die Straße. Mit der U-Bahn fährt er zum Bahnhof Zoo. Neben dem Bahnhof ist Berlins größtes Ki- no, der Zoo-Palast. Heute ist der letzte Tag der Filmfest- spiele. Hofinger hat zwei neue Kameras und beginnt zu arbeiten. Hunderte von Menschen stehen vor dem Zoo-

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